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Zahnarzt untersucht ein Kind

Vorbeugen ist besser als bohren

Damit zahnärztliche Behandlungen erst gar nicht erforderlich werden, liegt ein Arbeitsschwerpunkt des MDS auf der Vorbeugung von Zahn- und Munderkrankungen.

Erfahrungsgemäß legen Ernährungs- und Zahnpflegegewohnheiten im Kleinkindalter den Grundstein für die künftige Mundgesundheit. Daher legt der MDS großes Gewicht auf die frühkindliche zahnmedizinische Prävention. Maßgeblich arbeitete der MDS am Konzept der gesetzlichen Krankenversicherung zur zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe in Kindergärten und Schulen. Fachlich beraten durch den MDS haben Arbeitskreise für Prophylaxe in verschiedenen Städten das Konzept aufgegriffen.

Die Einführung der frühkindlichen Kariesprophylaxe in der Zahnarztpraxis, bei Kinderärzten und bei Frauenärzten war ein weiterer Arbeitsschwerpunkt. Dabei wurden die Richtlinien zu den zahnärztlichen Früherkennungs-Untersuchungen erstellt.


Forschungsvorhaben zur Ernährungs- und Mundgesundheitsberatung für Eltern

Im Auftrag der Spitzenverbände der Krankenkassen führte der MDS ein groß angelegtes Forschungsvorhaben zur "Ernährungs- und Mundgesundheitsberatung für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern" durch. Dabei wurde in einer Feldstudie erprobt, inwieweit eine kinderärztliche Mundgesundheits-Aufklärung für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern die erwünschten Effekte hat. Durch die strukturierte Mundgesundheitsaufklärung beim Kinderarzt konnten den Eltern neue Kenntnisse zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen ihrer Kinder vermittelt werden.

Ähnlich wie bei anderen Präventionsangeboten waren nach den Mundgesundheitsaufklärungen Verhaltensänderungen aber nicht sehr ausgeprägt. Es ließ sich nicht erreichen, dass die beratenen Eltern auf die nächtliche Gabe von Nuckelflaschen mit gesüßten Getränken verzichteten. Eine kurz gefasste Mundgesundheitsaufklärung ist aber dennoch sinnvoll und ethisch geboten.

Die Ergebnisse des Projekts konnten im Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen bei der Umgestaltung der Kinder-Richtlinien direkt umgesetzt werden. In die Kinder-Untersuchungen wurden zahnmedizinische Inhalte aufgenommen, wie es auch der Gesetzgeber vorgesehen hatte. Insofern hatte das Projekt versorgungspolitische Bedeutung. Die Ergebnisse des Modellversuchs wurden unter dem Titel "Gesundheitsaufklärung bei Kinderarzt und Zahnarzt - Interventionsstudie zur Effektivität der Primärprävention von Nuckelflaschenkaries" in Buchform veröffentlicht und im Mai 2005 auf einer Pressekonferenz vorgestellt.

Unser Faltblatt "Babys Zähne gut gepflegt - richtiges Trinken hilft dabei"  gibt Eltern praxisnahe Tipps zum "richtigen Trinken´" im Säuglings- und Kleinkindalter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Ihr Ansprechpartner

Dr. Harald Strippel
Fachgebietsleiter Zahnmedizinische Versorgung

h.strippel@mds-ev.com

Die Richtlinien      über die zahn-medizinische Früherkennung

finden Sie auf der Internetseite des Gemeinamen Bundes-ausschusses (G-BA)

» zur Internetseite des G-BA

Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe

Konzept der Spitzenverbände der Krankenkassen

» als PDF-Datei (0,22 MB)

Unser Infoblatt "Babys Zähne gut gepflegt - Tipps für Eltern"

» als PDF-Datei (0,03 MB)

Buchhinweis: "Gesundheits-aufklärung bei Kinderarzt und Zahnarzt"

» als PDF-Datei (0,37 MB)


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