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http://www.mds-ev.de/1754.htm


Zahlen des Sozialverbandes zur vermeintlichen Mangelversorgung entbehren jeder Grundlage

Essen, 27. August 2004

Der MDS sieht keinerlei Grundlage für die von einer Vertreterin des Sozialverbandes Deutschland im Westfalen-Blatt am 27. August 2004 behaupteten Zahlen, nach denen rund 10.000 alte Menschen jährlich an Mangelversorgung in Pflegeeinrichtungen sterben.

Die Medizinischen Dienste führen im Auftrag der Pflegekassen Qualitätsprüfungen in ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen durch und erreichen damit jährlich ca. 20 Prozent aller Pflegeeinrichtungen.

Dabei dokumentieren die Medizinischen Dienste die Pflegesituation und stellen vorhandene Qualitätsdefizite fest. Diese betreffen in einem Teil der Einrichtungen unter anderem auch die Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung. Die im Westfalen-Blatt angesprochenen massiven Gesundheitsgefährdungen werden nur in Einzelfällen angetroffen.

Werden bei Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen Dienst allgemeine Mängel festgestellt, gibt er Anregungen zur Verbesserung der Versorgung. Bereits vor einem Jahr hat der MDS mit seiner Arbeitshilfe "Ernährung und Flüssigkeitsversorgung älterer Menschen" praxisorientierte Lösungswege aufgezeigt.

Die Verbreitung von Horror-Szenarien trägt aus Sicht des MDS nicht zur Verbesserung der Pflege bei und demotiviert alle Einrichtungen, die eine angemessene Pflege sicherstellen.