http://www.mds-ev.de/1759.htm
Essen, 01. Juni 2004
Die Mitgliederversammlung des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) hat Prof. Dr. med. Jürgen Windeler zum neuen stellvertretenden Geschäftsführer des MDS gewählt. Er wird damit mit Wirkung vom 1. Juli die Nachfolge von Prof. Dr. Martin Hansis als Leitender Arzt und stellvertretender Geschäftsführer antreten, der eine andere Aufgabe im Gesundheitswesen übernimmt.
Der 47-Jährige leitet seit November 1999 den Fachbereich Evidenz-basierte Medizin (EbM) beim MDS. Er hat den Fachbereich aufgebaut und im Umfeld der Spitzenverbände der Kranken-versicherung sowie der Medizinischen Dienste erfolgreich etabliert. Unter seiner Federführung wurden mehrere Grundsatzgutachten im Sinne von HTA-Berichten erarbeitet, z.B. zur intra-koronaren Brachytherapie, zu Antidementiva sowie zu verschiedenen Screening-Verfahren. Darüber hinaus wurde eine Vielzahl anderer medizinischer Gutachten und Stellungnahmen erstellt. Weitere Schwerpunkte seiner bisherigen Tätigkeit bilden das Projekt "Individuelle Ge-sundheitsleistungen" sowie die Beratung der Grundsatzgutachterinnen und -gutachter der Medizinischen Dienste in methodischen Fragen. Daneben war der Mediziner bisher in zahl-reichen Gremien der Ministerien, der Wissenschaften und der Versorgungsforschung tätig.
Seine beruflichen Stationen führten ihn unter anderem an die Universitätskliniken Göttingen, das Klinikum Wuppertal-Elberfeld, das Zentrum Sozialmedizin, Epidemiologie, medizinische Informatik und Biomathematik der Ruhr-Universität Bochum sowie das Institut für medizinische Biometrie und Informatik der Universität Heidelberg. In all diesen Tätigkeiten beschäftigte er sich sowohl praktisch als auch theoretisch mit Fragen der Medizin sowie der medizinischen Biometrie. Prof. Dr. Windeler ist als außerplanmäßiger Hochschullehrer an der Ruhr-Universität in Bochum tätig.
Der MDS berät die Spitzenverbände der gesetzlichen Kranken und Pflegekassen in Fragen der medizinischen und pflegerischen Versorgung und der Gestaltung des Gesundheitswesens. Sein Auftrag ist es, die Zusammenarbeit der Medizinischen Dienste zu unterstützen und eine einheitliche Durchführung der Aufgaben zu fördern.