http://www.mds-ev.de/Praevention.htm
„Einen Apfel täglich und keine Krankheit quält Dich!“ Der Volksmund weiß, dass gesunde Ernährung zum Gesunderhalt beiträgt. Aber es gibt selbstverständlich viele weitere Einflüsse auf Gesundheit und Krankheit.
Kranken- und Pflegeversicherung sind nicht nur verpflichtet, für eine qualitativ hochstehende Krankenbehandlung und Pflege zu sorgen, sondern haben auch die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten. Daher werden Prävention und Gesundheitsförderung in zunehmendem Maß Aufgabe und Anliegen der gesetzlichen Krankenversicherung.
Primärprävention und betriebliche Gesundheitsförderung
Mit der Primärprävention soll die Entstehung von Krankheiten verhindert werden. Die Zielvorstellung der Gesundheitsförderung ist nicht Krankheitsverhütung, sondern das Gesund-Bleiben. Die Förderung der Gesundheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie ist nicht nur von der Krankenversicherung zu leisten. Ebenso wichtig sind andere Akteure in allen gesellschaftlichen Bereichen. Zu nennen sind beispielsweise die Politik, die Wirtschaft, das Sozialwesen, der öffentliche Gesundheitsdienst, die Unfallversicherung oder der betriebliche Gesundheitsschutz.
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) fördert im Sinne von § 20 SGB V Aktivitäten in „Settings“. Darunter ist das Lebensumfeld zu verstehen. Setting-Projekte finden in Schulen und Kindergärten, aber auch in Stadtteilen oder Altenheimen statt. Im Rahmen des „individuellen Ansatzes“ der Primärprävention fördert die GKV Bemühungen der Versicherten um den Erhalt der eigenen Gesundheit, etwa durch Präventionskurse. Und schließlich sind die Krankenkassen in der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20a SGB V aktiv, um die gesundheitlichen Ressourcen der Beschäftigten zu stärken. Hierzu erfassen die Krankenkassen die gesundheitliche Situation der Beschäftigten in einem Betrieb (einschließlich der Risiken und Potentiale), entwickeln Vorschläge zur Verbesserung der Gesundheit und unterstützen die Umsetzung präventiver und gesundheitsförderlicher Ansätze im Betrieb.
Der MDS erstellt gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband den jährlichen Präventionsbericht der Krankenkassen. Der Präventionsbericht gibt detailliert Auskunft über die Aktivitäten und die erreichten Personen.
Sekundärprävention: Krankheiten früh erkennen
Des Weiteren berät der MDS die Krankenkassen in Fragen zur Sekundärprävention. Sekundärprävention bedeutet, eine Krankheit im Frühstadium zu erkennen und ihr Fortschreiten zu verhindern. Konkret gemeint sind dabei Früherkennungsmaßnahmen im Kindes- und Erwachsenenalter und die damit zusammenhängenden Beratungen und Behandlungen der Versicherten.
Ihr Ansprechpartner
Dr. Harald Strippel
Bereich Sozialmedizin-Versorgungsberatung
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Präventionsbericht 2011
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Pressemitteilung zur Veröffent-lichung des Präventions-berichts 2011
Krankenkassen bauen betriebliche Gesundheitsförderung und lebensweltbezogene Projekte aus
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